Darüber freuen wir uns, ehrlich gesagt, mehr als über die meisten Inserate, die wir uns hätten kaufen können. Denn die Autorin Tina Bremer hat das Land selbst bereist, und genau das liest man dem Text an. Den ganzen Beitrag findest du auf bellevue.nzz.ch. Wir nehmen ihn zum Anlass, dir hier zu erklären, was an dieser «Aufbruchstimmung» tatsächlich dran ist – und was du davon hast, wenn du dieses Jahr nach Albanien reist.
Vom Geheimtipp zur Trenddestination – in Zahlen
Wer Albanien heute besucht, merkt schnell: Hier passiert gerade sehr viel. Die nüchternste Art, das zu zeigen, sind die Besucherzahlen. Innerhalb von fünf Jahren sind sie von rund 2,6 auf 12,4 Millionen gestiegen – also fast auf das Fünffache der Einwohnerzahl. Neue Strassen und Tunnel verkürzen Fahrzeiten, die noch vor wenigen Jahren halbe Tage gekostet haben. An der Riviera entstehen Hotels, in Tirana ein Café neben dem anderen.
Das hat zwei Seiten, und wir verschweigen die zweite nicht. In der Hochsaison wird es an der Südküste eng, und mancher Strand, an dem früher Familien picknickten, gehört heute einem Beach-Club. Genau deshalb planen wir Reisen so, dass du die Orte siehst, wenn sie ihren Charakter noch zeigen – früh am Tag, ausserhalb der Spitzenwochen, und mit Abstechern ins Landesinnere, wo das Tempo ein anderes ist.
Tirana: eine Hauptstadt, die sich neu erfindet
Das Symbol für diesen Wandel steht mitten in Tirana: die Pyramide. Der Betonbau war einst dem Diktator Enver Hoxha gewidmet. Heute, nach dem Umbau durch das Architekturbüro MVRDV, kann man über die Aussentreppen aufs Dach steigen, und im Inneren finden Weiterbildungen und junge Tech-Firmen Platz. Aus einem Mahnmal der Vergangenheit ist ein Ort für die Zukunft geworden – das beschreibt die Stimmung im Land ziemlich genau.
Rundherum wird gebaut: Ein dänisches Büro errichtet das neue Nationaltheater, ein Schweizer Architekt hat den Entwurf für einen der höchsten Türme Europas vorgelegt. Wir führen dich aber nicht nur an den Kränen vorbei, sondern auch zum Skanderbeg-Platz, in die Cafés mit ihrem Freddo Cappuccino und in die Ecken, in denen man spürt, dass Tirana eine junge, weltoffene Stadt ist.
Die Südküste: klares Wasser, neue Hotels – und bald ein Flughafen
Zwischen Vlora und Ksamil zieht sich die albanische Riviera entlang. Kristallklares Wasser, Felsbuchten, Orte wie Dhërmi und Saranda, die in den letzten Jahren stark gewachsen sind. Dass sich hier inzwischen auch internationale Namen einbuchen, zeigt, wohin die Reise geht. Noch dieses Jahr soll bei Vlora ein neuer internationaler Flughafen den Betrieb aufnehmen – ein Projekt, das die Anreise verändern wird und über das in Albanien durchaus kontrovers diskutiert wird.
Unser Tipp: Kombiniere die Küste mit dem Hinterland. Der schönste Teil Albaniens beginnt oft dort, wo man von der Küstenstrasse Richtung Berge abbiegt – plötzlich begleitet einen nur noch das Zirpen der Zikaden, Bauern verkaufen Wassermelonen am Strassenrand, und über allem liegt eine Ruhe, die man an der Promenade vergeblich sucht.
Gjirokastra und Berat: zwei Welterbestädte aus Stein
Wer das alte Albanien verstehen will, fährt nach Gjirokastra. Die Stadt ist seit 2005 Unesco-Welterbe und trägt den Beinamen «Stadt der tausend Stufen» – am Abend spürst du in den Waden, warum. Die Häuser mit ihren Holzbalkonen und Steindächern stammen aus osmanischer Zeit, in den Gassen bieten Antikläden Relikte aus der kommunistischen Ära an.
Berat, die «Stadt der tausend Fenster», liegt am Fluss Osum. Im Altstadtviertel Mangalem stapeln sich jahrhundertealte Häuser den Hang hinauf. Die Junggesellenmoschee von 1829 diente in kommunistischer Zeit zeitweise als Tischtennishalle – Religion war verboten. Heute leben Musliminnen, Christen und Katholiken hier selbstverständlich nebeneinander. Diese gelebte Toleranz ist etwas, das viele Gäste überrascht und das wir gern erklären, wenn wir mit dir durch die Altstadt gehen.
Wein, Agrotourismus und die albanische Gastfreundschaft
Rund um Berat liegen einige der besten Weingüter des Landes. Die albanische Weinproduktion ist noch überschaubar, die Qualität wächst aber spürbar. Stellvertretend steht das familiengeführte Weingut Alpeta in Roshnik: 1994 gegründet, 2018 als erster zertifizierter Agrotourismus Albaniens ausgezeichnet, mit eigenem Badesee und einem Weisswein aus der einheimischen Pulës-Traube, der es bis in die internationale Spitzengastronomie geschafft hat.
Solche Höfe sind kein Zufall. Nach dem Ende des Kommunismus wurde das Land aufgeteilt, seither sind unzählige kleine Familienbetriebe entstanden. Genau dort begegnet dir die albanische Gastfreundschaft, die im Artikel so treffend beschrieben wird: Man empfängt dich nicht als Touristin oder Touristen, sondern wie persönlichen Besuch. Das ist kein Marketingversprechen – das ist die Art, wie hier mit Gästen umgegangen wird.
Wie du Albanien am besten erlebst
Albanien lässt sich auf viele Arten bereisen, und wir helfen dir, die für dich passende zu finden:
- Geführte Wander- und Kulturreisen in der Gruppe, bei denen wir dich durchs Land begleiten und Hintergründe liefern, die man im Reiseführer nicht findet.
- Massgeschneiderte Individualreisen, abgestimmt auf deine Zeit, dein Tempo und deine Interessen.
- Selbstfahrer-Rundreisen mit einem Mietwagen aus unserer eigenen Flotte vor Ort – flexibel, aber mit einem fixfertigen Routenvorschlag und Ansprechpartnern im Land.
Wir sind 2017 aus Liebe zur Heimat entstanden und kennen Albanien nicht aus Katalogen, sondern weil wir selbst dort unterwegs sind. Die Reise für die «NZZ am Sonntag» haben wir mit derselben Sorgfalt geplant, mit der wir jede Reise vorbereiten.
Wenn du wissen möchtest, wie deine Albanien-Reise aussehen könnte, melde dich bei uns. Am liebsten beraten wir dich persönlich – so, wie wir es vor Ort auch mit unseren Gästen halten.

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